Dr. Mama : Das Leben als Wissenschaftlerin und Mutter
 



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To Stoffie or not to Stoffie ?!

Das ist eine Frage, an der sich schon so manches Pärchen die Rübe heiß diskutiert hat und um dann nach zähen Verhandlungen ein Ergebnis zu haben, das leider bald der Realität Platz machen musste. Aber keine Sorge, es gibt Wege aus dem Dilemma und wie man mit der Entscheidung die man trifft, glücklich bleiben kann!
 
Ich werd kein Hehl draus machen, ich bin ein Fan von Stoffwindeln, aber wir nutzen auch Plastik.
Beides hat sein für und wider und viele Studien haben hin und her gerechnet und sind zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen. Das mag mit dem Auftraggeber der Studien zusammen hängen oder mit der Auswahl der Kriterien, die wieder verlinkt sein könnte, mit dem Auftraggeber aber -> ?
Klar für die Stoffwindel spricht, dass man eine dicke fette Menge spart. An quasi allem. Ihr spart euch den Gang in den Supermarkt, ihr spart eine Menge Müll, eine Menge Wundcreme, eine Menge Kindertränen und natürlich auch Geld. Denn was bei aller Liebe zur praktischen Plastikwindel nicht vermeidbar ist, ist der wunde Po. Das hat einen ganz einfachen Grund: Plastik ist nicht nur wasser-, sondern auch luftdicht. Kann feuchte Haut nicht atmen und wird darauf rumgescheuert, wird sie wund - ohne wenn und aber. Das freut die Hersteller von Bebanthen und Co. aber die normale Mama nicht unbedingt. Im Prinzip ist das auch schon der Hauptgrund, warum wir vor Allem Stoffis benutzen. Ich bin eine dieser "Kein Plastik und keine Chemie an mein Baby" - Mamas und ja, ich gebe zu, ich hab die Hipster - verdächtige Beförderungsmethode Rennrad + Chariot gewählt. Dazu aber ein andern Mal mehr. Wir haben nicht viel Geld, aber mit ein wenig Erfindungsgeist kann man sich trotzdem noch immer BioEssen für den kleinen Mops besorgen und auch an ihre Haut kommt kein Blödsinn. Also keine Klamotten, die hart nach Chemie duften, sondern eher gebrauchtes (also bereits zig mal durchgewaschen) und BioFairtrade Kleidung. Sie hat nicht mal PlastikSpielzeug, sondern genähtes, gestricktes und aus Holz gemachtes. Also wirklich viel Aufwand, damit die kleine Maus gesund bleibt. Und nun nehm ich diesen ganzen Aufwand und sag, "ach komm, ist doch ladden" und pack sie in ne Plastik Windel?? Auf keinsten! Erinnert ihr euch an Chemie? Man musste die Lösungen immer warm und feucht machen, damit sie reagieren konnten. So und dann haben wir unsere praktische Plastikwindel, luft - und wasserdicht staut sich hier auch die Wärme, mmhhhhh, ab ihre kleinen Pastikpartikel, ab in die Haut des Babys! Oder eben nicht - in meinem Fall.
Die Stoffwindel ist aber leider nicht unbedingt umweltfreundlicher, denn es gibt Nasen, die Waschen mit Weichspüler (das macht die Windel aber weniger saugfähig) und jagen die anschließend durch den Trockner. Lasst ihr das weg, seid ihr schon auf der Plusseite des Umweltschutzes. Zusätzliche Boosts erhaltet ihr durch  Komponentenwaschmittel oder Waschnüsse (das funktioniert aber nicht so gut mit Stillstuhl).
Und Geld? Naja, ich hab mal gerechnet und wir sind auf ca. 2000€ gekommen die wir dank Stoffies nicht in Plastik, sondern in andere Sachen investieren können. Die Rechnung dazu ist in nem anderen Eintrag. 
Ein sinnvolle Investition ist auch ein Windelvlies ab dem Beifüttern. Denn dann kommt der Stuhl in den Mühl bzw ins Klo und die Windel wird nur noch von Feuchtigkeit gereinigt. Eine Rolle mit 100 Blatt kommt ca. 6 € und hält ewig. Denn die Tücher sind auch waschbar, also braucht ihr bei zwei Mal Stuhl am Tag eben maximal 2 Tücher am Tag. Heisst, so ne Rolle hält ca. 2 Monate. 

Aber natürlich hat jedes Ding auch so seine Schattenseiten
1. Plastik hält länger dicht und trocken. Heisst zwar, eure Babys werden später trocken - aber grade am Anfang unersetzbar - ihr könnt in der Nacht länger schlafen... 
2. Wer will schon n Rucksack voll mit PippiKakka in der Gegend herumschleppen? Das ist aber das Ding mit den Stoffwindeln, sie werden eben nicht entsorgt, sondern müssen mitgenommen und gewaschen werden. An einem langen Tag oder im Sommer nicht so schön...
3. Der Pobbes ist dick! Das sieht unendlich schnuggelig aus, ABER ihr müsst die Hosen ein oder zwei Größen größer holen, denn sonst passt es nicht o_O!
 
Tipps aus der Praxis für die Stoffbabies: 
  • Lass mal fünfe grade sein, für unterwegs ist Plastik schon praktischer
  • Holt euch um Himmels willen gute Überhosen. Wir mussten ein bisschen suchen und sind dann bei den Totsbots gelandet. Die sitzen gut, das Design ist super und sie sind im Preis ok. Wenn ihr die Variante mit Wolle nehmt, dann ist das aufwendiger, ihr müsst mehr waschen, die Hosen öfter wechseln etc.
  • Von den all den Stoff Motivierten die ich kenne waren wir die einzigen, die nicht auf die gute alte Mullwindel gesetzt haben. Die ist zwar günstig und trocknet schnell, aber es ist eben auch aufwendiger. Lotties Windeln zum Beispiel sehen aus wie normale Windeln, heisst, Oma Opa und Babysitter wissen, was zu tun ist ohne dass ihr einen Workshop geben müsst. Popolinos sind so ähnlich, die Passform ist weniger ideal, aber sie sind eben Onesize. Das ist dann letzten Endes Geschmackssache, aber die vorgeformten sind wirklich einfach zu händeln und das ist im Alltag dann eben ein Grund dabei zu bleiben oder nicht. Im Ergebnis waren wir die Einzigen, die auch bei Stoffis geblieben sind.
  • Wenn ihr mit Stoff arbeitet, braucht ihr im Prinzip auch keine Pflegetücher und Lotionen. Das gute alte Wasser ist dann genug und die Babyhaut wird es euch danken! Falls doch mal was gerötet wird: Im Reformhaus gibt es BioMandelöl. Das essbare Öl ist deutlich günstiger als das für die Körperpflege, auch wenn ersteres strengere Kontrollen hat- logisch gell ?! Auf jeden Fall ist Mandelöl ein super alles Könner auf Babys Haut. 

So, das wars erst Mal und bis bald!

22.8.14 10:45
 


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